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Weinwanderwege - Schiterberg


  im Zürcher Weinland


Andelfingen ist der Hauptort des Zürcher Weinlandes und sein Bahnhof Ausgangspunkt dieser rund eineinhalbstündigen Wanderung. 

 

Durch das schmucke Dorf 

Vom Bahnhof Andelfingen gehts zuerst einige Meter der Hauptstrasse entlang hinunter in Richtung Thur. Am schönsten ist dieses Wegstück, wenn man beim alten Gerichtsgebäude dem Wegweiser Richtung Frauenfeld folgt und auf dem Marktplatz links Richtung Schlosspark wandert. Der wunderschöne Schlosspark ist in jeder Jahreszeit einen ersten Abstecher wert.

Der direkte Weg geht durch die Schlossgasse zur Haldengasse und dort runter zur alten gedeckten Thurbrücke. Kurz vor der Brücke findet man interessante Informationen zu diesem imposanten Bauwerk. Nach der Brücke zweigt man links ab auf den Marthalerweg. Richtung Thurparkplatz gibts zwei Möglichkeiten: Der Thur entlang (signalisierter Wanderweg), doch dieser Teil ist für Rollstühle und Kinderwagen weniger geeignet, oder auf dem Marthalerweg bleiben.

Beim Thurparkplatz verlassen wir den Marthalerweg und wenden uns nach rechts Richtung Schiterberg. Diesen erreichen wir auf der geteerten Bewirtschaftungsstrasse. 

 

Der steilste Rebhang im Kanton 

Der Schiterberg bildet den nördlichen Abschluss des Thurbogens und erhebt sich rund 30 Meter hoch. Mit einer Steigung von bis über 80% ist der Schiterberg die steilste zusammenhängende Rebfläche des Kantons Zürich. Durch die Steilheit sind die Hänge sehr sonnenexponiert. Die kieshaltigen Böden zwingen die Reben, ihre Wurzeln tief wachsen zu lassen. Dadurch werden mehr Mineralien und Geschmacksstoffe aus dem Boden aufgenommen, was sich sehr positiv auf den Wein auswirkt. Es kann deshalb nicht erstaunen, dass der Schiterberg seit dem 14. Jahrhundert Rebgelände ist.

Am grössten war die Rebbaufläche im 19. Jahrhundert mit über 40 Hektaren. Dann folgten zahlreiche schwere Jahre für den Schiterberg. Die Reblauskatastrophe und die fortschreitende Industralisierung führten dazu, dass 1940 die Rebbaufläche noch gerade mal 5,5 Hektar betrug. Nach 1950 gings wieder aufwärts. Neue Anbaumethoden und technische Entwicklungen führten zu einem Anstieg der Rebfläche, die heute wieder bei rund 14 Hektaren liegt. Diese werden von 18 Rebbaufamilien bewirtschaftet. Am Schiterberg reifen insgesamt 18 verschiedene Traubensorten.  

 

Durch den Rebberg nach Kleinandelfingen 

Jetzt geht die Wanderung durch den Rebberg bis unter die sogenannten Föhren. Dort geniesst man einen grossartigen Ausblick über die Ebene am Fuss des Schiterbergs, über die ruhig dahinfliessende Thur, hinüber zum Dorf Andelfingen mit seinem aus dieser Perspektive markanten Schloss und dem charakteristischen Kirchturm. Bei den Föhren steht auch die „Schiterbergtafel“ mit vielen weiteren interessanten Informationen.Auf dem gekennzeichneten Wanderweg gehts am Fuss des Schiterbergs entlang Richtung Wald. Der Weg führt zuerst dem Waldrand entlang und mündet dann an der Hauptstrasse des Dorfes Kleinandelfingen. Wer schon müde ist, hat hier die Möglichkeit den Bus zum Bahnhof Andelfingen zu besteigen. Wer auf dem Rückweg auch noch den alten Teil von Kleinandelfingen ansehen möchte, benützt die linke Strassenseite und geht, statt der Hauptstrasse entlang, durch die kleinen Gassen immer leicht abwärts bis zur Thur. Jetzt wieder über die alte Thurbrücke und hinauf ins Dorf Andelfingen und zum Bahnhof.

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