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Der Weg am Cholfirst


  im Zürcher Weinland
Von Uhwiesen nach Rudolfingen.

Als Cholfirst wird der Höhenzug zwischen Rhein und dem ehemaligen Moorgebiet von Rudolfingen und Benken bezeichnet. Er ist eine Mittelmoräne des Rheingletschers. Darum sind seine Gesteinsarten sehr vielfältig. Von Nagelfluh über Kies, sandigem Ton bis zum Sand findet man hier alles. Auf dem Gemeindegebiet von Wildensbuch (Trüllikon) und Benken gibt es auch sehr reiche Quarzsandvorkommen, die einst vom Meer hier abgelagert wurden. Noch heute findet man versteinerte Meerestiere, die vor über 15 Millionen Jahren hier gelebt haben.

 

Der Name Cholfirst kommt aus der Zeit, als hier mit Kohlemeilern noch Holzkohle produziert wurde. Kein Wunder, ist er auch ein grosses schönes Waldgebiet. Drei Aussichtstürme erlauben einen wunderbaren Blick über das ganze Zürcher Weinland und in die Alpen. Es sind dies der Antennenturm oberhalb von Flurlingen, der Hörnliturm in Uhwiesen und der Hochwachtturm in Wildensbuch. Das beliebte Wander- und Erholungsgebiet ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (öV) sehr gut erreichbar. 

 

Von Uhwiesen nach Rudolfingen …… oder umgekehrt.

Der Weinwanderweg entlang dem Cholfirst kann von zwei verschiedenen Orten aus begonnen werden. Und wem die ganze Strecke zu lang ist, der kann etwa in der Mitte, in Benken, wieder in die öV umsteigen. Für unseren Routenbeschrieb beginnen wir bei der Post in Uhwiesen. Durch die östlichen Uhwieser Weinberge gehts leicht bergan Richtung grosse Obstanlagen. Ein paar hundert Meter durch einen wunderschönen Wald kommt man zu den Benkener Rebbergen. Bei der Wanderung durch diese Weinberge stösst man immer wieder auf Erfrischung spendende Brunnen. Vor Beginn des Höhenweges oberhalb von Benken kann man den Weg hinunter ins Dorf und zur Postauto-Haltestelle nehmen.

Wer auf dem Weinwanderweg weiter gehen will, der kommt durch weitere Weinberge und Kulturlandschaft über den Hamenberg. Hier geniesst man eine schöne Aussicht auf das Ziel in Rudolfingen und auf Marthalen. Zum Schluss gehts hinunter ins ländlich gebliebene Rudolfingen zur Bushaltestelle. 

 

Ein schmuckes Bauerndorf

Benken – praktisch bei Halbzeit der Wanderung – ist ein schmuckes Bauerndorf am sonnigen Südhang des Cholfirst. Es ist geprägt von einfachen Riegel- und stattlichen Herrenhäusern. Bis heute ist Benken sehr ländlich und ruhig und vom Bauboom weitgehend verschont geblieben. Neben den schönen Häusern prägen die über sechzig Brunnen mit eigenen Quellen das Dorfbild.

Der Weinbau war für das Dorf immer sehr wichtig. Die Weinkeller und Trotten – eine ist erhalten geblieben – zeugen davon. Die sanften Reblagen mit ihren sandigen Böden bringen hervorragende Weine hervor. Oberhalb von Benken, im ehemaligen Quarzsandwerk und heutigen Naturschutzgebiet, können die Quarzsandschichten noch bestaunt werden.

Dank den Weinproben und den Wirtschaften ist Benken das ganze Jahr einen Besuch – oder eben einen Abstecher auf der Weinwanderung – wert.

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