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Schloss Wyden


Wyden 2
8475  Ossingen
Ursprüngliche Anlage aus dem Mittelalter.

Die Schlossanlage liegt landschaftlich reizvoll etwas abseits des Dorfs Ossingen. Der heute nur noch schlossartige Bau erinnert kaum mehr an die einstige Burg. Nur der untere Teil des Wehrturms, der das Zentrum der Anlage bildet, geht auf das Mittelalter zurück. Der Turm trug ursprünglich einen Fachwerkaufbau und war von einer weiten Ringmauer umgeben. Auf deren Ostseite befand sich ein künstlicher Graben, der die Burg vom ursprünglich ebenfalls befestigten Wirtschaftshof trennte. 1243 taucht mit Burkhard de Wida – ein Gefolgsmann des Grafen von Kyburg - die Familie der Herren von Wyden erstmals in Schriftquellen auf. Ritter Burkhard behielt seine Stellung auch unter den Grafen von Habsburg. Sein Sohn Heinrich von Wyden durfte weitere Lehen in Empfang nehmen. 

Wie die Burg um 1340 an die von Randenburg, Schultheissen in Schaffhausen, gelangte, bleibt unklar. Über fünf Generationen wohnten Nachfahren dieser weit verzweigten Familie auf Wyden. Bis zur Auflösung des Amtes in den Revolutionsjahren wechselten die Besitzer von Wyden in rascher Folge, ehe es zunächst an Hans Rudolf Lavater aus Zürich verpachtet, 1803 aber an die Gemeinde Ossingen verkauft wurde. Diese war jedoch nur an den umfangreichen Ländereien interessiert. Die Besitzer wechselten weiterhin schnell und niemand investierte in den Unterhalt. 1875 wurde das alte Ritterhaus gar abgebrochen, um das Material für den Eisenbahnbau verkaufen zu können. 1903 erwarb der Zürcher Max Huber-Escher den einstigen Adelssitz und stellte ihn wieder in Stand. Im Zweiten Weltkrieg stürzte ein amerikanischer Bomber auf dem Burggelände ab. Durch den so ausgelösten Brand wurden etliche Gebäude zerstört und mussten neu aufgebaut werden. Es ist noch heute privater Wohnsitz. Schloss in Privatbesitz.

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